Drahtseilbahn statt Forum Konkrete Kunst.
Autofrühling statt Thüringer Volkskundemuseum.
Geschichtsportal statt Margaretha-Reichardt-Haus.
Parkhaus statt Kunsthaus.

Nicht mit uns! Empört Euch!

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Brief

Der aktuelle Haushaltsentwurf und das Haushaltssicherungskonzept 2016-2022 der Stadtverwaltung Erfurt sehen drastische Einschnitte im Kulturbereich vor, die das Ende einzigartiger Kultur- und Kunsteinrichtungen der Stadt bedeuten. Die rote Liste ist lang.
Das Forum Konkrete Kunst, das Thüringer Volkskundemuseum und das Margaretha-Reichardt-Haus sollen geschlossen werden. Auch die institutionelle Förderung für das Kunsthaus Erfurt soll komplett eingestellt werden. Dieses wäre somit ebenfalls in seiner Existenz bedroht.

Auch die Projektförderung soll dramatisch gekürzt werden. Während 2014 noch fast 75.000 Euro zur Verfügung standen, sieht der Haushaltsplan für das laufende Jahr gerade noch 25.000 Euro vor. Das kulturelle Jahresthema der Stadt 2016 – immerhin mit einem Gesamthaushalt von 217.500 Euro – fiel bereits dem Rotstift zum Opfer. Weitere freie Kultureinrichtungen, wie die Schotte, das Tanztheater oder das Thüringer Folkloreensemble müssen mit empfindlichen Abstrichen rechnen.

All diese „Einsparungen“ stehen dem Kulturkonzept der Stadt und dem öffentlichen Kulturauftrag entgegen!
All diese Kultureinrichtungen gehören zur Grundversorgung der Stadt Erfurt. Sie sorgen für eine kulturelle, demokratische Vielfalt und sind deshalb unverzichtbar!
Die Schließungen und Einsparungen bilden das Einfallstor für einen landesweiten kulturellen Kahlschlag!
Wir, die unterzeichnenden Kulturinteressierten, Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffenden und Kulturvermittler wenden uns gegen diese Entwicklung der Erfurter Kulturpolitik und fordern den Erfurter Stadtrat auf, die vorgesehenen Kürzungen im Haushaltssicherungskonzept 2016-2022 abzulehnen!

Erfurt, 16. September 2016

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